Hej, Sweden!

7.000 Kilometer, 
...

… 21 Tage, 5 Länder, und 1.700 Bilder später, wusste ich nicht, ob ich mich auf der Reise selbst kennen und lieben lernte oder gänzlich verloren hatte. Für mich war es ein unfassbarer Ausflug, mitten ins Nirgendwo. Eine Reise, um zu verstehen, wer ich bin, wo ich hingehöre und wie ich meine Träume erreiche. Mein Ziel war es, mich zu verlieren, um mich selbst zu finden.

 

Inhaltsverzeichnis

Am letzten Tag meiner Reise wusste ich, es war nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem. In diesem Moment war es mir gleichgültig, wie viel Kraft ich die letzten Jahre benötigte, wie viele Sorgen ich hatte und wie viele Träume sich in Luft auflösten. Es zählte nur das Vertrauen auf die Zukunft. Darauf, dass mich ein Leben voller Liebe und Zuversicht erwartete.

21 Tage in Schweden – Sehnsucht und Fernweh

Es scheint, als wären drei Wochen im Handumdrehen vorbei und doch waren es die längsten 21 Tage, die ich seit Langem erleben durfte. Ähnlich als damals die Tage in den Ferien. Die Zeit steht still, der Tag erscheint unendlich und es bleibt ausreichend Raum für Gedanken – über das Leben, sich selbst und sein Umfeld.

Die Reise begann ohne Ziel – ich wollte die Weite des Landes erleben, ohne Hektik und Stress. Schon nach den ersten Kilometern in Schweden, war ich gefangen von der unglaublichen Natur. Und die weitläufige Besiedelung, die großflächigen Wälder machen es einfach, einen Platz zum Schlafen zu finden. Auch das Angebot an frischem, kostenlosem Wasser ist unglaublich.

Schweden hat tiefe Wälder, viele Seen und eine atemberaubende Landschaft. Doch das Beste an nordischen Ländern – das mich immer wieder beeindruckt – sind die Menschen. Das freundliche Auftreten, die Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden und die Herzlichkeit, die man mir immer und immer wieder entgegenbrachte.

 

always decide 

to be brave,

to be wild,

and to live life 

to the fullest,

always.

Schweden wurde zu
unserem zweiten Zuhause

Die Zeit in Schweden lehrte mich, wieder offen für Neues zu sein, meiner Intuition zu folgen und fokussiert an meinen Zielen zu arbeiten.

Schon nach einigen Tagen bemerkte ich, wie meine Hunde zur Ruhe kamen, konzentrierter liefen und mir gegenüber aufmerksamer wurden. Fernab vom Alltag zu sein, wenig Einfluss der Medien und den Tag so zu gestalten, wie es sich richtig anfühlte – genau das war es, wonach ich suchte. Und all das fand ich in einem kleinen Ort, mit nicht einmal 700 Einwohner.

Dieser eine kleine Ort in Schweden wurde für mich zur zweiten Heimat, ein Ort, an dem ich einfach nur ich sein konnte. Mehr als in Österreich, mehr als woanders auf der Welt. 

Diese Verbundenheit und diese Möglichkeit des Seins ist es, weshalb ich Sehnsucht und Fernweh zugleich verspüre. Und ich weiß, irgendwann werde ich die Möglichkeit haben, die Winter oder die Sommer oben zu verbringen. Einfach, wenn ich Lust habe, in den Van zu hüpfen und loszufahren. Einmal Augen zu und in einem Zug hoch. Und morgens beim Frühstück, mein Auto vor das Haus eines Freundes zu parken und hallo zu sagen. Einfach so. Als wäre es das Normalste der Welt. 

Doch das braucht noch Zeit um zu reifen und ich brauch noch Zeit um zu träumen.

Tack för frukosten, kramte
och din tid

Dieser eine Roadtrip war großartig, einfach atemberaubend und ich bin heute noch unendlich dankbar für jeden Moment. Für die tiefe Verbindung zur Natur, die gemeinsame Zeit mit den Hunden, aber auch für die vielen Menschen, denen wir begegnet sind. Für das spontane Frühstück bei Fremden, für die Abende am Lagerfeuer, den Gesprächen über Trails, Hunde und Tiefsinnigem. Vor allem aber bin ich dankbar, neue Kennels, Musher und Hunde kennengelernt zu haben, bei Trainings dabei gewesen zu sein und dass ich animiert wurde, meinen Tag bewusster zu durchleben.

Also, alle, die Zeit für mich hatten, mir lernten einen ATV sicher durch die Wälder zu fahren, zu fischen und zu jagen oder mir eine Schulter zum Ausheulen liehen: Von Herzen danke. Denn ihr habt mir bzw. uns eine umwerfende Zeit geschenkt.

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