Heilkräuter für unterwegs

Die Kraft der Natur nutzen: Heilkräuter für 
unterwegs!

Beinahe bei jeder Reise sind meine Hunde stets dabei. Und ganz gleich, ob es ein mehrwöchiger Roadtrip oder nur eine Kurzreise ist: Immer befinden sich ein paar Kräuter in meiner Tasche, um kleine Unstimmigkeiten zu lindern sowie große Wunden zu versorgen. Die getrockneten Kräuter und Beeren, aber auch die Salben und Tinkturen stammen direkt aus der Natur, eigentlich direkt aus dem Garten. Perfekt für eine natürliche Reiseapotheke!

Inhaltsverzeichnis

Übelkeit und lange Autofahrten

Erst als das Rudel um Mojak erweitert wurde, durfte ich mich mit Angst- und Unruhezustände bei Autofahrten auseinandersetzen, ebenso wie der damit verbundenen Übelkeit. Viele Autofahrten und zahlreiche Versuche später, konnten auch wir das Problem lösen. Es ist wichtig zu erkennen, ob die Übelkeit mit dem Magen zusammenhängt oder ob es sich um Angstzustände handelt, die einen flauen Magen verursachen.  

Bei Magenbeschwerden hilft ein warmer Kamillentee, bei Angstzuständen – wie es Mojak hatte – konnten wir die Beschwerden mit einer Verhaltenstherapie sowie mit kleinen Hilfsmitteln – wie ätherischen Ölen (Lavendel, Bitterorange, Kamille) – lindern. Aber auch hier sollte man sich etwas mit ätherischen Ölen auskennen, um die richtige Dosierung zu finden.

Durchfall – Tipps für unterwegs

Besonders aus Reisen passiert es schnell, dass der Hund Durchfall bekommt: Lange Autofahrten, Meerwasser, eine neue Umgebung und vieles mehr tragen dazu bei. Auch wenn wir bisher nie Gebrauch davon nehmen mussten, habe ich auf langen Reisen eine Mischung aus Kräutern dabei, die helfen, den Magen ruhig zu stimmen.

Rezept für Durchfall

Zutaten

25 g Brombeerblätter

25 g Kamille

25 g Heidelbeeren

25 g Fenchelsamen

Zubereitung

Die Mischung entweder als Tee zubereiten (mit etwas Honig) oder einen kleinen Teil als Pulver über das normale Futter streuen.

Dosierung

bis ca. 10 kg Körpergewicht: ½ oder 1 Teelöffel auf eine kleine Tasse Wasser

10 bis 25 kg Körpergewicht: 1-2 Teelöffel auf eine Tasse Wasser

ab 25 kg Körpergewicht: 1 Esslöffel auf eine Tasse Wasser

Kleine Wunden und Verletzungen

Viel häufiger passiert es uns, dass wir unterwegs sind und sich ein Hund verletzt – sei es eine Schnittverletzung, eine Prellung oder Verstauchung. All dies führt dazu, dass der Hund seine Aufmerksamkeit auf die verletzten Gliedmaße lenkt, keinen Spaß mehr hat und – wenn alles passt – sich solange die Pfote schleckt, bis eine Entzündung entsteht. Um dem vorzubeugen, helfen Salben und Tinkturen aus der Natur.

Zur Wundsäuberung eignet sich hervorragend ein Tee aus getrockneten Salbeiblättern oder aus Schafgarbe, die sich meistens auch unterwegs sammeln lässt.

Kleine Wunden versorge ich meistens mit Honig, da er Wunder wirkt und man ihn immer zur Hand hat. Aber auch eine Blutwurztinktur oder eine Ringelblumensalbe sorgt für Linderung.

Handelt es sich um Prellungen und Verstauchungen, so greifen wir zu Arnikaglobuli gegen die Schmerzen oder aber auch zur Arnikatinktur als Umschlag.

Allergien und Vergiftung

Eine Allergie bei einem Hund ist meist ein Zeichen dafür, dass sein Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist – dieses kann gemeinsam mit dem Tierarzt oder einem Phytoherapeuten wiederhergestellt werden. Reagiert der Hund allergisch auf Gräser, so hilft es oftmals schon, wenn die betroffenen Stellen (Pfoten, Schenkel, …) nach der Wanderung oder dem Spaziergang mit kaltem, klaren Wasser abgespült werden. 

Bei Vergiftungen sollte natürlich unverzüglich der Tierarzt aufgesucht werden, als wunderbare Erstversorgung hilft uns – bei Vergiftungen durch Kröten – immer wieder der Honig. Ein kleiner Esslöffel in das Maul geben und das Tier hat die Möglichkeit, wieder Luft zu bekommen. 

Fotos: Pexels

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